Der Pferdezucht - Blog Teil 5: Die Entwurmung von Jungpferden

Dass vom Befall mit Würmern eine ernstzunehmende Gefahr für Pferde ausgeht, haben wir bereits im vierten Teil des Pferdezucht – Blogs geklärt. Die Erfahrung zeigt, dass Pferde besonders in ihren ersten drei Lebensjahren sehr anfällig für den Befall mit Würmern sind. Daher empfehlen wir auch für Jungpferde (hier fassen wir die Aufzuchtpferde, also im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren zusammen), die strategische an Stelle der selektiven Entwurmung. Bei der strategischen Entwurmung wird der gesamte Pferdebestand in regelmäßigem Abstand entwurmt, wohingegen bei der selektiven Entwurmung nur denjenigen Tiere, bei denen Parasiten nachgewiesen wurden, eine Wurmkur verabreicht wird. Die selektive Art der Entwurmung eignet sich jedoch eher für adulte Pferde. Gute Gründe für die strategische Entwurmung sind einerseits die hohe Anfälligkeit von Jungpferden, aber auch ihre artgerechte Haltungsform im Herdenverband, was das Infektionsrisiko durch die mögliche Aufnahme der Würmer und ihrer Larven deutlich erhöht. Da Spulwürmer die häufigsten Endoparasiten junger Pferde darstellen, ist es wichtig, regelmäßig mit einem Präparat, das gegen Spulwürmer wirkt, zu entwurmen. Unsere Jungpferde erhalten in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt alle 8-10 Wochen eine Wurmkur, und zwar  im Februar, also rechtzeitig vor dem Weideauftrieb Pyrantel, darauf im April Ivermectin, im Juni während der Weidesaison Ivermectin in Kombination mit Praziquantel und im August wieder Pyrantel. Zum Ende der Weidesaison wird im Oktober mit einer Kombination aus Moxidentin oder Ivermectin und Pratiquantal, um das gesamte Wurmspektrum abzudecken, entwurmt, und schließlich im Dezember nochmals mit Moxidentin oder Ivermectin und Praziquantel.