Der Pferdezucht -Blog Teil 6: Die Entwurmung von Zuchtstuten

Nachdem wir über die Entwurmung von Fohlen und Jungpferden informiert haben, möchten wir euch natürlich auch wissen lassen, wie unsere Zuchtstuten entwurmt werden.
Generell gilt, dass stets der gesamte Bestand entwurmt werden sollte, um Ansteckungen zu vermeiden. Außerdem sollte kurz nach Gabe einer Wurmkur (3-5 Tage später) gründlich gemistet und desinfiziert werden, damit die ausgeschiedenen Parasiten nicht direkt wieder aufgenommen werden können. Auf der Weide kann dies jedoch leider nicht verhindert werden, weswegen gerade bei großzügigem Weidegang auch häufiger entwurmt werden sollte.
Die tragenden Stuten werden bei uns wie die nicht tragenden Pferde entwurmt: Im Frühjahr (Februar/März) vor der Besamung gegen Strongyliden mit Pyrantel, im Sommer (möglichst erst vier Monate nach der Besamung) mit Moxidectin und Praziquantel, im Oktober wieder mit Pyrantel gegen Band- und Rundwürmer. Die Wurmkur im Dezember beinhaltet Ivermectin, Moxidectin und Praziquantel. 
Kurz vor der Abfohlung wird bei den tragenden Stuten jedoch noch zusätzlich mit Ivermectin oder Fenbendazol gegen den Zwergfadenwurm entwurmt, was das neugeborene Fohlen über die Milch ebenfalls schützt, bevor dies im Alter von zwei Wochen das erste Mal entwurmt wird (siehe dazu unseren Blog Teil 4).